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Stadt Pirna

Stadt Pirna & Festung Sonnenstein

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Pirna - Stadtansicht über die Elbe
Pirna - Stadtansicht von der Elbbrücke

Bilder: Ansicht der Stadt Pirna und der Festung Sonnenstein, von der Elbbrücke gesehen

Die etwa 20 km südöstlich von Dresden an beiden Ufern der Elbe landschaftlich schön gelegene Stadt Pirna (120 m ü. NN, ca. 40.000 Einwohner) wird auch Tor zur Sächsischen Schweiz genannt, denn hier beginnt elbaufwärts das malerische Elbsandsteingebirge, dessen deutscher Teil auch "Sächsische Schweiz" genannt wird. Der Name der Stadt leitet sich vom slawischen Ausdruck Na Pernem  ("auf dem harten Stein") ab, womit der in dieser Gegend reichlich vorhandene Sandstein gemeint ist.

Obwohl Pirna im April 1945, in den letzten Kriegstagen, Schäden durch einen amerikanischen Bombenangriff erlitt, konnte sich die Stadt viele bedeutende Renaissance- und Barock-Bauten bewahren. In der schönen denkmalgeschützten Altstadt mit ihren etwa 300 Baudenkmälern sind unter anderem zahlreiche Hausfassaden, Arkadenhöfe, Erker, Giebel und Sandstein-Sitznischenportale aus dem 15. und 16. Jahrhundert zu sehen.

Tourist-Service Pirna, Am Markt 7, 01796 Pirna

www.pirna.de     www.pirna-online.de     www.pirna-altstadt.de

Stadtmuseum Pirna, Klosterhof 2/3, 01796 Pirna, Ausstellungen zur Stadtgeschichte und zur Sandstein-Gewinnung

www.geschichte-pirna.de     www.ddr-museum-pirna.de

www.kamelienschloss.de - Schloss Zuschendorf bei Pirna

Aus der Stadtgeschichte von Pirna
Auf dem Berg Sonnenstein stand schon in früher Zeit eine Na Pernem (sorbisch: "auf dem harten Stein") genannte erst slawische, dann deutsche Burganlage - von den Deutschen Hus Perne (festes Haus) genannt. An der Elbfurt am Fuße des Sonnensteins gründeten fränkische und thüringische Kaufleute um 1200 einen Handelsplatz. Um 1220 ließen sich dann deutsche Siedler hier im Bereich der heutigen Altstadt am linken Elbufer nieder. Diese Siedlung wird erstmals im Jahr 1233 in einer Urkunde des Bischofs von Meißen erwähnt. Als Stadt erscheint Pirna erstmals im Jahr 1291 in den Urkunden. Am regulären Grundriss der Innenstadt zeigt sich noch heute die planmäßige Anlage der mittelalterlichen Siedlung.

Die Elbfurt von Pirna war ein Schnittpunkt bedeutender Handelswege zwischen Sachsen, Böhmen und der Lausitz: der Straße von Meißen über Dresden, Pirna und den Nollendorfer Pass nach Böhmen, der Straße von Pirna über Stolpen, Bischofswerda und Bautzen nach Görlitz, der Straße von Pirna über Stolpen nach Zittau und der Straße von Pirna nach Freiberg (über letztere wurde der erzgebirgische Silberbergbau mit Material versorgt). Lastkähne aus Hamburg und Magdeburg schlugen in Pirna ihre Waren für den Weitertransport nach Böhmen oder in die Lausitz um. (In jener frühen Zeit stand Dresden in seiner Bedeutung als Handelsplatz deutlich hinter Pirna zurück.)

Von 1294 bis 1405 gehörte Pirna zu Böhmen. Den Burgwall auf dem Sonnenstein ließen die Landesherren in eine auch als Grenzburg gegen die Mark Meißen dienende böhmische Burganlage umbauen. Pirna entwickelte sich in dieser Zeit zum wichtigsten Warenumschlags- und Handelsplatz an der Elbe zwischen Magdeburg und Leitmeritz (Litomerice). Hier wurden Häute, Felle und Leder aus der Lausitz und aus Böhmen sowie landwirtschaftliche Produkte, Wein, Salz und Getreide gehandelt. Pirna war außerdem ein wichtiger Tuchhandelsplatz für rheinische, flandrische und braunschweigische Stoffe, aber auch ein bedeutender Schiffbauort. Die Bürgerschaft errang das Stapelrecht für ihre Stadt, d. h., die durchziehenden Kaufleute mussten ihre Waren in der Stadt drei Tage lang feilbieten, bevor sie weiterziehen durften.

Im Jahr 1405 wechselte Pirna zur Mark Meißen. Die Belagerung durch die Hussiten in den Jahren 1429/30 konnte die Stadt erfolgreich abwehren. Als die wettinischen Landesherren im Jahr 1464 Dresden zur Residenzstadt erhoben, begann in Pirna, das Dresden zuvor weit überflügelt hatte, ein wirtschaftlicher Niedergang.

Auf dem Sonnenstein wuchs im 15. und 16. Jahrhundert eine mächtige Festung heran, die zeitweise als sächsische Hauptfestung fungierte. Zwischen 1675 und 1685 wurde sie von Wolf Caspar von Klengel und zwischen 1735 und 1737 von Jean de Both noch wesentlich erweitert.

Im Jahr 1639 (im Dreißigjährigen Krieg) plünderten und brandschatzten schwedische Truppen die Stadt. Dies ging als Pirnsches Elend in die Stadtgeschichte ein. Der Apotheker Theophilus Jacobäer konnte damals durch seinen mutigen Einsatz die völlige Zerstörung Pirnas verhindern. Er schlug sich unter Lebensgefahr nach Dresden durch und schaffte es - durch Vermittlung von Kurprinzessin Sybilla Magdalena - das Niederbrennen von Pirna zu verhindern.

Im 18. Jahrhundert gewann der Sandsteinabbau bei Pirna wegen der nun zahlreichen barocken Großbauten in Dresden an Bedeutung. Aber nicht nur Dresdner Bauten und der Dom von Meißen, sondern auch das Brandenburger Tor in Berlin und sogar das Rathaus von Antwerpen und das Kopenhagener Schloss sind aus Pirnaer Sandstein gebaut.

Nach der Eröffnung der Elbe-Dampfschifffahrt im Jahr 1837 und dem Anschluss an das Eisenbahnnetz im Jahr 1848 kam es zu zahlreichen Industrieansiedlungen in Pirna. In der Zeit der DDR besaß Pirna große Werke z. B. des Strömungsmaschinenbaus, der Kunstseidenherstellung (hier wurden Chemiefasern auf Zellulosebasis hergestellt) und der Zellstoffindustrie. Heute sind im Gebiet Pirna-Heidenau vor allem Betriebe des Maschinen- und Apparatebaus ansässig.
 

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Internet-Präsentationen des Autors  (Reiseführer, Stadtführer, Stadtportraits)

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www.dresden-und-sachsen.de www.meissen-und-umgebung.de
www.elbsandsteingebirge-und-koenigstein.de www.elbsandsteingebirge-und-koenigstein.de/koenigstein.htm
www.pirna-stadt.de www.burg-und-stadt-stolpen.de

  Oberlausitz
www.bautzen-und-umgebung.de www.goerlitz-und-umgebung.de
www.zittau-und-umgebung.de www.kamenz-und-umgebung.de
www.hoyerswerda-und-umgebung.de www.hoyerswerda-und-umgebung.de/badmuskau_index.htm


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